Rückblick

3. Sinfoniekonzert

11.11.2018, 11 Uhr/ 12.11.2018. 20 Uhr

Erich Wolfgang Korngold
Abschiedslieder op. 14

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 2 »Lobgesang« op. 52 MWV A18

Musikalische Leitung: Georg Menskes
SolistInnen: Ekaterina Kudryavtseva, Sopran / Matthias Stier, Tenor
mit dem Chor des Staatstheaters Braunschweig und dem KonzertChor Braunschweig


Unter der Überschrift »Memorial« widmet sich das 3. Sinfoniekonzert dem Spielzeitmotto »Geschichte wird gemacht« und gedenkt angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung zweier historischer Ereignisse: dem Jahrestag des Ersten Weltkrieges, der 1918 sein Ende fand, sowie der Reichspogromnacht, die am 9. November 1938 die Synagogen Deutschlands in Flammen stehen ließ. Das musikalische Erinnern wird dabei zwei Komponisten übertragen, die den Antisemitismus am eigenen Leibe zu spüren bekamen und sich in ihrem Schaffen immer für ein Nichtvergessen einsetzten.


Während Felix Mendelssohn Bartholdy nicht nur im Berlin der frühen 1830er Jahre aufgrund seiner jüdischen Herkunft den Kürzeren zog, als er bei der Besetzung der freigewordenen Leitungsstelle der Singakademie übergangen wurde, entkam Erich Wolfgang Korngold gute 100 Jahre später nur knapp der Verfolgung der Nationalsozialisten. Einer Einladung Max Reinhardts folgend, brachte er sich in Hollywood in Sicherheit, wo er als Komponist der Warner Brothers eine völlig neue Form der Filmkomposition begründete. Als hätte er diesen Weg vorausgesehen, schrieb er 1920/21 die »Lieder des Abschieds«, vier ursprünglich für Klavierbegleitung angedachte Gesänge, die anschließend für Orchester erweitert wurden. Sie entstanden kurz nach seinem Sensationserfolg »Die tote Stadt« und führen wie eine Art Epilog zu dieser Oper die Themen Tod und Untergang fort, während sie gleichzeitig die persönliche Reaktion Korngolds auf das Massensterben des Ersten Weltkriegs symbolisieren.

An ein friedfertiges Miteinander wiederum appelliert Mendelssohns »Lobgesang«. Das von ihm als »Sinfonie-Kantate« betitelte Werk verbindet das Geistliche mit dem Weltlichen und propagiert in der Auswahl biblischer Texte eine Aufhebung der Trennung der Schriftreligionen. Auf Vermittlung und Versöhnung zielte Mendelssohn Zeit seines Lebens – wenn ihn diese Werte schon nicht in der Realität umgaben, so doch zumindest als Utopie in der Musik.


 

 

MEMORIAL

10.11.2018, 18 Uhr

Werke von Benjamin Britten, Dieter Salbert und Charles Ives

Erwin Schulhoff Suite für Kammerorchester op.21Benjamin Britten »Lachrimae« op. 48a (1948, orch.1976)Charles Ives »The unanswered question«Dieter Salbert »Todesfuge« (nach dem Gedicht von Paul Celan)

Staatsorchester Braunschweig

Musikalische Leitung: Alexis Agrafiotis

Projekt-Chor:
Chöre der Braunschweigischen Landschaft e.V.
KonzertChor Braunschweig
MKantat des Martino-Katharineums


Musikalische Leitung: Matthias Stanze

WO? Cederbaum


Genau 80 Jahre nach der Reichspogromnacht thematisiert das »Memorial III« die Bücherverbrennung und die Verfemung von SchriftstellerInnen. Es ist die Fortsetzung einer Reihe, die 2008 mit dem Konzert unter der Eisenbahnbrücke über die Bundestraße 1 begann und mit dem Erinnerungsprojekt an die zerstörte Braunschweiger Synagoge im Jahr 2013 ihre Weiterführung erfuhr. Der Aufführungsraum auf dem Gelände der Firma Cederbaum ist ungeheizt und will die Leiden des Völkermordes, der Vertreibung und der Verfemung von Menschen, Kunst und Kultur für einen Augenblick auch körperlich fühlbar machen.

Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Braunschweig, der Stadt Braunschweig und der Kulturvermittlungseinrichtung Braunschweigische Landschaft e. V.

MISSA DE REQUIEM, Guisseppe Verdi

14.06.2018, 20 Uhr, Scharoun-Theater Wolfsburg

Mitwirkende

Staatsorchester Braunschweig, GesangssolistInnen des Staatstheaters Braunschweig, Chor des Staatstheaters Braunschweig und KonzertChor Braunschweig

Musikalische Leitung: Srba Dinić


10. Sinfoniekonzert

10./ 11.06.2018, 20 Uhr, Stadthalle Braunschweig

Zyklus Beethoven
Salvatore Sciarrino (Spohrpreisträger) »Shadow of Sound«
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Mitwirkende

Staatsorchester Braunschweig, Chor des Staatstheaters Braunschweig, KonzertChor Braunschweig

Musikalische Leitung: Srba Dinić
Solistinnen: Ekaterina Kudryavtseva, Sopran | Jelena Kordić, Mezzosopran


"DA CAPO SENZA FINE" - Ein Musikabend der Endlosschleifen

25.01.2018, 18.30 Uhr, Kunstmuseum Wolfsburg

Mitwirkende

Mitglieder des KonzertChores Braunschweig, MKantat, der Leistungskurs des Martino-Katherineums, Slawomir Saranok (Klavier)

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Musikalische Loops haben eine besondere Eindringlichkeit, ist doch das Ohr das Sinnesorgan, das wir am wenigsten vor der Welt verschließen können. Der Musikabend „Da Capo Senza Fine“ am 25. Januar 2018, konzipiert und realisiert von dem engagierten Braunschweiger Chorleiter Matthias Stanze, verspricht nach dem von Deutschlandradio Kultur aufgezeichneten Klavierabend „Spiel‘s noch einmal, Sam…“ mit Steffen Schleiermacher im November 2017 erneut ein Klangereignis erster Güte.

Anders als sonst müssen Jugendliche wie Erwachsene aus Wolfsburgs Nachbarstadt Braunschweig nicht erst als potentielle BesucherInnen umworben werden, sondern werden selbst aktiv im Sinne der Ausstellung: Das großzügige und hohe Glasfoyer des Kunstmuseums Wolfsburg verwandelt sich in einen multifokalen Aufführungsort, wo an unterschiedlichsten Stellen Stimmen, Noten sowie perkussive Elemente erklingen und sich zu musikalischen Loops formieren – von Pachelbel über Händel, Orff, Chopin, Satie und die Beatles bis hin zu den Wise Guys und Bobby McFerrin.

Der Chor MKantat, der bereits an der Vernissage von „Never Ending Stories“ das zahlreich erschienene Publikum begeisterte, wird für diesen Anlass verstärkt durch Mitglieder des renommierten KonzertChores Braunschweig unter Mitwirkung des Musik-Leistungskurses des Martino-Katharineums und des Pianisten Slawomir Saranok, Hannover. Matthias Stanze moderiert und kommentiert kenntnisreich den akustischen Parcours der Endlosschleifen kreuz und quer durch die Jahrhunderte.

Wolfgang-Amadeus Mozart "Requiem in d-Moll" (KV 626)

und Felix Mendelssohn Bartholdy "KYRIE in d"

Sonntag, 02.04.2017, 17 Uhr, St. Jakobi, Braunschweig

 

Mitwirkende

KonzertChor Braunschweig, Staatsorchester Braunschweig

Solisten:

Ekaterina Kudryavtseva (Sopran), Anne Schuldt (Alt), Matthias Stier (Tenor), Rossen Krastev (Bass)

Musikalische Leitung: Matthias Stanze

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26.11.2016

5. Sinfoniekonzert "Auf dem Eis"

Sonntag, 15. Jan. , 11 Uhr, Stadthalle Braunschweig

Montag, 16. Jan. , 20 Uhr, Stadthalle Braunschweig

 

»Alexander Newski« Historienfilm, 1938

Regie: Sergei Eisenstein Musik: Sergei Prokofjew
Mit Staatsorchester Braunschweig, KonzertChor Braunschweig
Musikalische Leitung Ernst van Tiel

 

weitere Informationen unter:

follow-me-now  - Filmrezension von Ulrich Behrens

Staatstheater Braunschweig - 5. Sinfoniekonzert 

30.10.2016

Filmkonzert „Henry V.“

Montag, 07. Nov. , 20 Uhr, Stadthalle Braunschweig  

Eröffnung der Jubiläumausgabe des Braunschweiger Filmfestival mit "Henry V." von Laurence Olivier und der Originalmusik von William Walton.

Der Konzertchor übernimmt an der Seite des Staatsorchesters unter der musikalischen Leitung von Helmut Imig den chorischen Part des Filmkonzertes in Zusammenarbeit mit dem Braunschweig International Filmfestival.

Pünktlich zum William-Shakespeare-Jahr 2016 - zum 400. Todestag des großen englischen Dichters - startet das 30. Braunschweig International Filmfestival mit einem absoluten KLassiker der Filmliteratur: "Henry V.". Niemand geringerer als der legendäre britische Schauspieler Sir Laurence Olivier brachte den Historienstoff um den englischen König 1944 auf die Leinwand. Dabei führte er nicht nur Regie, sondern trat auch als Produzent in Erscheinung, schrieb das Drehbuch und spielte überdies noch die Titelrolle. Der Erfolg war Olivier sicher: Für das "British Film Institute" zählt "Henry V." bis heute zu den besten englischen Filmen aller Zeiten. Vier Oscar-Nominierungen ( Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Filmmusik und Beste Ausstattung) können sich ebenfalls sehen lassen. Und zugleich war es diese Arbeit Oliviers, die ihm einen Ehren-Oscar einbrachte.
Als Hommage an Shakespeare beginnt der Film mit einer Panorama-Aufnahme von London um 1600 und dem berühmten "Globe Theatre", in dem das gleichnamige Schauspiel 1599 zur Uraufführung kam. Erzählt wird die Geschichte des noch jungen und unerfahrenen Monarchen Heinrich, der durch einen Krieg mit Frankreich zu einem König von Größe und Format heranreift. In der Schlacht von Azincourt vermag er es, seine den Franzosen unterlegenen Truppen so zu motivieren, dass sie als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen und er die Königreiche von England und Frankreich vereinen kann.
Die üppig-spätromantische Musik zu diesem cineastischen Meisterwerk schreib der britische Komponist Willliam Walton, der erstmals 1934 mit dem Genre "Filmmusik" in Berührung kam. Neben zahlreichen Konzerten, Opern, Sinfonien und Balletten sind es vor allem die drei Filmkompositionen zu den Shakespeare-Adaptionen von "Henry V.", "Hamlet" (1947) und "Richard III." (1955), mit denen sich Walton international einen Namen geschaffen hat.

Quelle: Staatstheater"

Regie: Laurence Olivier Musik: William Walton
Mit Staatsorchester Braunschweig, KonzertChor Braunschweig
Musikalische Leitung Helmut Imig | Länge 143 Min

 

weitere Informationen unter:

Braunschweig Internationales Film Festival

Staatstheater Braunschweig - Filmkonzert 

12.05.2016

Meeres Stille und glückliche Fahrt

Samstag, 18. 06. , 20 Uhr, St. Jakobi, Braunschweig

 

Chor- und Orchesterkonzert

Unter der Überschrift "Meeresstille und glückliche Fahrt" erklingen selten zu hörende weltliche Kantaten von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann.

KonzertChor Braunschweig
Staatsorchester Braunschweig
Leitung: Matthias Stanze

 

Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich.“ – Mit diesen Worten klingt das Sommerkonzert des KonzertChores an der Seite des Staatsorchesters aus. Nicht nur angesichts der von Hölderlin in zeitlos mythischen Bildern hymnisch und sprachgewaltig beschriebenen, uns beeinflussenden und von Brahms in seinem „Schicksalslied“, das im Rahmen dieses Konzertes an zentraler Stelle erklingt, so vortrefflich in Musik übersetzten schicksalsträchtigen Mächten vermag Schillers Gedicht „Nänie“ Trost zu spenden – berührt es uns darüber hinaus als eine der schönsten Vertonungen Brahms’ in himmlischem Wohlklang. Dieser durchzieht in großem Atem, der „Leichtigkeit des Seins“ auf der Spur ein Konzert, in dem Heiteres und Nachdenkliches miteinander aufgehen. Die selten zu hörenden weltlichen Kantaten folgen unter der Überschrift „Meeres Stille und Glückliche Fahrt“ – Goethes gleichnamigem Gedicht, das in diesem Konzert gleich in zwei Vertonungen von Beethoven und Mendelssohn zu hören ist - einer Programmatik, die zusammen mit Mendelssohns herrlich inspirierten Konzert-Ouvertüren ein sommerlich beflügelndes Konzerterlebnis versprechen.

Matthias Stanze

 

 

 

21.03.2016

Luigi Cherubini, Requiem in c

Samstag, 19.03. , 19 Uhr, St. Jakobi, Braunschweig  

Ludwig van Beethoven betrachtete ihn als den größten Komponisten seiner Epoche:

Luigi Cherubini (1760–1842). Sein Requiem in c-Moll für gemischten Chor und Orchester ist ein Meisterwerk der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts und wurde vor 200 Jahren, am 21. Januar 1816, anlässlich der Trauerfeier zum 23. Jahrestag der Hinrichtung Ludwigs XVI. in Paris uraufgeführt. Binnen kurzer Zeit erlangte das Werk einen hohen Bekanntheitsgrad. Beethoven selbst wünschte sich eine Aufführung des Requiems anlässlich seiner eigenen Beerdigung. Auch Komponisten wie Schumann und Brahms haben das Werk aufgrund Cherubinis satztechnischer Souveränität, seiner Instrumentationskunst – hier u. a. der effektvolle Einsatz des Tamtams im „Dies irae“ -, der Formbeherrschung und des ausgewogenen Wort-Ton-Verhältnisses außerordentlich geschätzt. Die Aufführung des Requiems durch den KonzertChor Braunschweig und Mitglieder des Staatsorchesters Braunschweig unter der Leitung von Matthias Stanze in der St. Jakobi-Kirche darf als ein weiterer Meilenstein der Ende des 20. Jahrhunderts begonnenen Cherubini-Renaissance gelten.

Cherubinis "Marche funèbre" entstand 1820 für die Trauerfeierlichkeiten von Charles Ferdinand von Bourbon, Herzog von Berry, der beim Verlassen der Pariser Oper einem Anschlag zum Opfer gefallen war. Der Trauermarsch ist geprägt durch den regelmäßigen durchdringenden Schlag des Tamtams mit anschließenden Paukenwirbeln, weiterhin durch dunkle Klangfarben und schmerzhafte Dissonanzen.

Ludwig van Beethovens "Elegischer Gesang", op. 118, ist ein kurzes Werk für Streicher und vier-stimmigen Chor. Obwohl es erst 1826 veröffentlicht wurde, entstand es bereits 1814. Beethoven widmete das Werk seinem Freund und Patron Baron Johann Baptist von Pasqualati, dessen Frau Eleonore bereits drei Jahre vorher im Alter von 24 Jahren im Kindbett verstorben war. Es ist eines der am wenigsten bekannten Werke Beethovens.

07.01.2016

Franz Liszt, Eine Sinfonie nach Dantes »Divina Commedia«

Sonntag, 21.02., 11 Uhr und Montag 22.02., 20 Uhr

6. Sinfoniekonzert, Stadthalle Braunschweig

14.11.2015

"Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden"

Chor- und Orgelmeditationen zum Ende des Kirchenjahres, 19 Uhr, St. Jakobi Braunschweig

Das Kriegsende vor 70 Jahren nimmt der KonzertChor Braunschweig zum Anlass für sein diesjähriges Herbstkonzert zum Volkstrauertag. Es erklingen selten zu hörende Chorwerke von Mendelssohn-Bartholdy, Brahms, Reger u.a. . Hans-Dieter Meyer-Moortgat begleitet und konzertiert auf seiner viermanualigen digitalen Orgel, die – über einen PC-Anschluss mit der entsprechenden Software versehen – die Klänge weltweit bekannter Orgeln laden und wiedergeben kann. Altsolistin ist Anne Schuldt, die Leitung hat Matthias Stanze.

 

 

 

17.10.2015

"URLICHT" Sinfonie Nr. 2 c-Moll "Auferstehungs-Sinfonie" von Gustav Mahler

2. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig. Solistinnen: Liana Aleksanyan, Michaela Selinger.Chöre: Chor und Extrachor des Staatstheaters Braunschweig, KonzertChor Braunschweig. Musikalische Leitung: Stefan Soltesz

Bericht in der Braunschweiger Zeitung vom 20.10.2015

22.06.2014

"Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109"und "Te Deum C-Dur WAB 45" von Anton Bruckner

10. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig. Solistinnen und Solisten: Liana Aleksanyan, Anne Schuldt, Arthur Shen, Selçuk Hakan Tiraşoğlu. Chöre: Chor und Extrachor des Staatstheaters Braunschweig, KonzertChor Braunschweig. Musikalische Leitung: Alexander Joel

Bericht in der Braunschweiger Zeitung vom 24.06.2014: "Abschied im Bruckner-Rausch"

19.03.2014

"9. Sinfonie d-Moll op. 125 " von Ludwig van Beethoven

5. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig. Solistinnen und Solisten: Morenike Fadayomi, Anne Schuldt, Arthur Shen, Selcuk Hakan Tirasaglu. Chöre: Chor des Staatstheaters Braunschweig, KonzertChor Braunschweig. Musikalische Leitung: Alexander Joel.

Bericht in der Braunschweiger Zeitung vom 21.01.2014: "Schöner Götterfunke"